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BIOLOGISCH-DYNAMISCHE LANDWIRTSCHAFT

Jede soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der vergangenen Kulturepochen hatte die Landwirtschaft zur Grundlage.
Diese Zusammenhänge sind heute weitgehend vergessen.
So wurde die Landwirtschaft immer mehr aus ihrer Aufgabe als "Landbau-Kultur" in die Rolle einer "Landbau Industrie" hineingezwungen, was besonders in Entwicklungsländern zu katastrophalen Veränderungen führen konnte.
Heilung und Pflege des Bodens und die Erzeugung qualitativ hoch stehender, gesundheitsfördernder Produkte, geschieht durch die der ariden Klimasituation in Ägypten angepaßte biologisch-dynamische Anbaumethode.
Die Bodenständige und gesundheitsfördernde Verwendung von Kunstdünger und chemischern Pestizide wird vermieden.

So wurde nach dem  gelungenem Versuch, Baumwolle biologisch-dynamisch und mit biologischer Schädlingsbekämpfung anzubauen, der Bitte von SEKEM an die Regierung, chemische Schädlingsbekämpfung durch Flugzeuge einzustellen, entsprochen. 35.000 t Chemie wurden nicht mehr auf Felder und Dörfer Ägyptens gesprüht.

Über ganz Ägypten verstreut, arbeiten mittlerweile ca. 200 Farmen und 3 Genossenschaften mit ca. 300 Kleinbauern nach der biologisch-dynamischen Methode.
Auf ca. 2.000 ha Land werden Futterpflanzen, Gemüse, Getreide, Obst, Gewürze, Heilpflanzen und Baumwolle angebaut. Diese Produkte werden zu Lebensmitteln und Textilien verarbeitet und im Inland, den arabischen Ländern, Afrika, Europa und USA zum größten Teil in Demeter-Qualität vertrieben. Um die Ausbreitung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft tatkräftig zu unterstützen, wurde 1994 die EGYPTIAN BIO-DYNAMIC ASSOCIATION (EBDA) als eine gemeinnützige Beratungs-, Ausbildungs- und Forschungsvereinigung gegründet.
Später folgt das CENTER OF ORGANIC AGRICULTURE IN EGYPT (COAE) als unabhängige Zertifizierungsorganisation der biologisch arbeitenden Farmen in Ägypten.

Aktuell fördern die SEKEM-Freunde mit Hilfe des Hand-in-Hand Fonds von SEKEM’s Importpartner Rapunzel ein Projekt zur Flächenausweitung von biologisch angebauter Baumwolle. Die Deutsche Umwelthilfe verwaltet den Fonds und hat Gelder zur Verfügung gestellt, mit denen die EBDA, der Biologisch-dynamische Verein, neue Bauern bei der Umstellung auf demeter Anbau berät und Seminare und Feldbesuche veranstaltet zur Beratung bei speziellen Fragen des biologischen Baumwollanbaus. So konnten im Sommer 2007 20 neue Bauern für die Umstellung auf Bio-Landbau gewonnen werden.
Damit auch im nächsten Jahr die Beratungsarbeit weitergehen kann, sammeln wir Spenden – helfen Sie uns mit? Spendenkonto: 870013. BLZ: 666 500 85. Sparkasse Pforzheim-Calw.